Internationales
Unsere Fakultät kooperiert mit Universitäten und Hochschulen in den USA, China, Schweden, Litauen, den Niederlanden und Südafrika. Die internationalen Beziehungen werden in Zukunft ausgeweitet und ausgebaut.
Deutsch-Chinesischer Rechtsstaatsdialog an der SRH Hochschule
Am 12.09.2011 besuchte eine Delegation von 20 chinesischen Richtern lokaler Gerichtshöfe des autonomen Gebiets Ningxia (VR China) die Sozial- und Rechtswissenschaftliche Fakultät der SRH Hochschule Heidelberg. Anhand eines rechtsvergleichenden Vortrags der Leiterin des Zentrums für Chinesisches Wirtschaftsrecht (ZCW), Prof. Katrin Blasek, zum Thema „Soziokulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und China unter Einbeziehung rechtsgeschichtlicher Aspekte“ diskutierten die Teilnehmer vorwiegend die unterschiedliche Arbeitsweise von Richtern in Deutschland und China sowie deren Ursachen. Der Besuch fand im Rahmen des sog. Deutsch-Chinesischen Rechtsstaatsdialogs statt, der unter anderem von der GIZ (http://www.law-reform.cn) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geführt wird.
Partnerschaft mit der Volksuniversität Peking
Zur Abrundung des internationalen Profils der Fakultät, insbesondere des Bereichs Wirtschaftsrecht, führte Prof. Blasek im Mai 2011 in Peking intensive Gespräche mit Vertretern der Law School der Renmin Universität Peking. Im Ergebnis wurde eine Partnerschaft vereinbart, die zunächst Zusammenarbeit und Austausch in den Bereichen Forschung und Lehre beinhaltet. Nun, Mitte September 2011, erfolgte ein erster Gegenbesuch von chinesischer Seite durch Prof. Liu Chuntian und Prof. Jin Haijun. Die Renmin Universität gehört zu den renommiertesten Universitäten Chinas und ist Top 10 gelistet.
Moderne Behindertenhilfe in Frankreich - Exkursion des Master-Kurses "Soziale Arbeit"
Eine Studienfahrt nach Frankreich – das hörte sich für den Master-Kurs der Sozialen Arbeit auf Anhieb verlockend an. So brachen sieben StudentInnen am Mittwoch, den 15. Juni 2011 gemeinsam mit den Professoren Dr. Vigener und Dr. Baumeister zu einem zweitägigen Ausflug nach Strasbourg auf.
In Straßbourg angekommen, mussten natürlich erst mal die Hotelzimmer in Beschlag genommen werden. Nach freudigen Entdeckungen von Zwischentüren und Duschen konnte die Stadterkundung beginnen. Dr. Vigener führte uns zielsicher durch die Gassen Strasbourgs und wir besuchten zunächst die beeindruckende Kathedrale. In Anbetracht der Überzahl an Frauen, stand der nächste Punkt der Tagesordnung natürlich bereits fest: Shoppen! Also teilte sich die Gruppe erneut. Während die einen ein kühles Bier genossen, mussten die anderen erkennen, dass die Preise in Strasbourg doch ganz ordentlich sind. Zum Trost stand dann ein weiterer angenehmer Programmpunkt an: Essen gehen. Nun mögen Stubenkücken und Froschschenkel etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber zumindest Würstchen und Sauerkraut waren vertraut und spritziger, als man es meinen sollte. Nach einem gemütlichen Abend mit Wein und einem tollen Ausblick folgte für manche zu früh der nächste Morgen.
Das Frühstück wurde noch in Ruhe eingenommen, danach kamen wir zu dem eigentlichen Grund, der die Umgebung von Strasbourg gerade für eine Studienfahrt von Sozialarbeitern interessant macht: ein Bauernhof, an dessen Auffahrt ein weißes Schild mit der Aufschrift „Relais de la Ferme du Château“ steht. Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Bauernhof aussah, stellte sich bei näherem Betrachten doch recht schnell als etwas ganz Besonderes heraus. Er gehört zu dem deutsch-französischen Kooperationsprojekt Certi–Rhin. Dieses Projekt soll dazu dienen, Menschen, die beispielsweise durch eine Lernbehinderung oder geistige Behinderung geringe Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, in den Berufsfeldern Landwirtschaft, Gartenbau und Hauswirtschaft reguläre Arbeitsplätze zu verschaffen. Dieses theoretische Konzept wurde uns an sehr praktischen Beispielen gezeigt.
Pierre Hoerter, von Beruf Landwirtschaftslehrer und Winzer, der den Betrieb leitet, erklärte uns, dass landwirtschaftliche Betriebe in der Region große Schwierigkeiten hätten, Personal zu finden und gleichzeitig die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Frankreich keine ausreichenden Plätze anbieten könnten. Aus dieser Situation sei die Idee entstanden, Menschen in den Werkstätten eine Möglichkeit zu bieten, im ländlichen Bereich auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Wie genau diese Arbeit aussieht, veranschaulichte er uns beispielhaft auf den Hopfenfeldern der Landwirtschaftsschule Obernai. Zwischen den Pflanzen erklärte er uns, dass der Bio-Anbau, der immer häufiger gefordert wird, durch mehr Aufwand viele Arbeitsplätze schafft und sichert. Ein solcher Betrieb, der von Beginn an schwarze Zahlen schreibt und gleichzeitig wirkliche Inklusion von Menschen mit Benachteiligungen vorlebt, kann sicherlich für viele andere Betriebe in Deutschland und Frankreich eine Vorbildfunktion einnehmen. Uns zumindest, hat er nachdenklich gestimmt und viele Diskussionen angeregt.
Nach einem entspannten Mittagessen ging es dann langsam wieder an die Rückfahrt. Während Dr. Vigener Frankreich noch etwas erhalten blieb, kämpfte sich Dr. Baumeister mit uns durch den Stau zurück nach Heidelberg.
Abschließend bleibt zu sagen, dass wir zwei spannende Tage erlebt haben, die uns wertvolle Denkanstöße geben konnten.
(Nicole Nehrdich)
Kooperation mit der Mykolas Romeris Universität Vilnius/Litauen
Die Fakultät für Sozial- und Rechtswissenschaften hat mit den Fakultäten für Rechtswissenschaften sowie für Sozialwissenschaften der Mykolas Romeris Universität, Vilnius/Litauen eine neue Hochschulkooperation abgeschlossen. Ab sofort können die Studierenden des Wirtschaftsrechts und der Sozialen Arbeit ein Auslandsstudium in Vilnius absolvieren.
Die 1991 gegründete Universität bietet hervorragende Studienbedingungen und eine erstklassige Ausstattung, so dass sich die Studierenden auf einen interessanten und anregenden Aufenthalt im wunderschönen Vilnius freuen können. Auch die Studierenden der beiden litauischen Fakultäten sind in Heidelberg jederzeit herzlich willkommen. Das Erasmus-Agreement zwischen den Fakultäten wurde im Rahmen eines Besuchs der Heidelberger Delegation in Litauen besiegelt. Erste gemeinsame Projekte sind bereits angedacht.
Chinesische Professorin zu Gast
Die Fakultät für Sozial- und Rechtswissenschaften begrüßt am 17. Juni 2011 Frau Prof. Dr. Zhou Cui als Gastrednerin. Frau Zhou ist Professorin an der Guanghua Law School der renommierten Zhejiang University Hangzhou.
Frau Zhou redet zum Thema:
Zivilprozess und außergerichtliche Streitbeilegung in China
Die Professorin ist Expertin auf diesem Gebiet und wird auch über die unterschiedliche Streitkultur in China und Deutschland eingehen.
Veranstaltungshinweis:
Datum: 17. Juni 2011
Zeit: 9:30 bis 12:45 Uhr
Ort: T 111/112
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.
Weitere Informationen zu Prof. Zhou Cui finden Sie unter www.zju.edu.cn.
Amerikanischer Rechtsanwalt zu Gast
Die Fakultät für Sozial- und Rechtswissenschaften begrüßt am 22. Juni 2011 den amerikanischen Rechtsanwalt Peter M. Desler, Esq. aus Boise (ID) als Gastredner und möchte gleichzeitig alle interessierten Studierenden dazu einladen.
Ab 14:00 Uhr wird der erfahrene Anwalt, Mediator und Schlichter im Raum Beethoven/Mahler einen englischsprachigen Gastvortrag über das amerikanische Rechtssystem, die Beziehungen zum Internationalen Recht und die Außergerichtliche Streitbeilegung halten. Im Anschluss gibt es eine Diskussionsrunde mit den Teilnehmern.
Mr. Desler ist seit 1972 als Anwalt zugelassen. Darüber hinaus ist er auch als Schlichter (seit 1985), Mediator (seit 1989) und Lehrbeauftragter an der Boise State University (seit 1980) tätig.
Desler studierte Rechtswissenschaften am College of William & Mary in Williamsburg (VA) und diente danach 4 Jahre lang als Militäranwalt (JAG Corps) u.a. in Washington, D.C. und San Francisco (CA). Im Anschluss daran praktizierte er in Kalifornien und ist seit 1992 in Boise ansässig. Er ist Mitglied der Anwaltskammern von Virginia, Kalifornien und Idaho und ist vor den Bundesberufungsgerichten des 4. und des 9. Bezirks vertretungsberechtigt.
Weitere Information zu Peter M. Desler finden Sie auf der Webseite seiner Kanzlei unter www.deslerlaw.com.
Auf nach China – Ralf Selig erhält DAAD-Vollstipendium
Ralf Selig, Student des Master-Studienganges Internationales Wirtschafts- und Unternehmensrecht, hat das begehrte DAAD-Vollstipendium des Programms „Sprache und Praxis in der VR China“ erhalten.
Für die Bewerbung konnte Herr Selig neben seinen hervorragenden Leistungen auch auf die im Master-Studiengang erhaltene Ausbildung zum chinesischen Recht und den Besuch des an der SRH Hochschule angebotenen chinesischen Sprachkurses verweisen.
Nach einem Studium der chinesischen Sprache wird Herr Selig in einem Unternehmen seiner Wahl in China arbeiten können und erwirbt dadurch wertvolle Berufserfahrung im Ausland. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.
Partnerschaft mit HUST Wuhan besiegelt
Anlässlich des Besuchs von Prof. Dr. Yu Xiang hat der Bereich Wirtschaftsrecht mit der School of Management der renommierten chinesischen Huazhong University for Science and Technology Wuhan (HUST) mehrere Abkommen über die zukünftige Zusammenarbeit getroffen.
Die School of Management verfügt - ebenso wie unsere Fakultät - über breite wirtschaftswissenschaftliche wie juristische Kompetenz und bietet daher vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Erste Eindrücke von der Kompentenz unserer Partnerhochschule erhielten die Studierenden des Master-Studiengangs Internationales Wirtschafts- und Unternehmensrecht im Rahmen der englischsprachigen Vorlesung International Patent Law and Patent Management von Prof. Yu Xiang.
Der Fachbereich Wirtschaftsrecht stärkt damit konsequent sein internationales Profil in Ausbildung, Praxis und Forschung.
Brasilienbesuch an der SRH Hochschule Heidelberg
Vertreter der SRH Hochschule Heidelberg führten erste Sondierungs-gespräche für zukünftige Kooperationen mit brasilianischen Einrichtungen im Bereich der Kindheitspädagogik.
Fachlich wurden mit den Professoren und Studierenden die unterschiedlichen Bildungssysteme und Voraussetzungen für eine qualifizierte berufliche Tätigkeit im frühkindlichen Bereich erörtert.
Die Heidelberger Studierenden des Bachelor-Studiengangs Bildung und Erziehung in der Kindheit (Kindheits-pädagogik) werden zukünftig die Möglichkeit haben, Praktika in Brasilien zu absolvieren, um sich weitere Eindrücke direkt vor Ort zu verschaffen.
Professoren des Studienbereichs Wirtschaftsrecht auf China-Besuch
Die Dekanin der Fakultät für Sozial- und Rechtswissenschaften, Professor Dr. iur. Carolin Sutter, der Prodekan, Professor Dr. iur. Peter Baumeister, sowie die Internationalisierungsbeauftragte, Professor Dr. iur. Katrin Blasek, befanden sich im Mai 2010 zur Anbahnung von Hochschulkooperationen auf China-Besuch.
Mit namhaften chinesischen Universitäten wurden Gespräche geführt, um die Möglichkeiten des Austauschs von Studierenden und Dozenten sowie gemeinsamer Forschungsprojekte und Tagungen auszuloten.
Aufgrund der breiten Ausrichtung unserer Bachelor- und Master-Studiengänge zum Wirtschaftsrecht und Internationalen Unternehmens- und Wirtschaftsrecht streben wir dabei sowohl eine Partnerschaft zu einer wirtschaftswissenschaftlichen wie auch zu einer rechtswissenschaftlichen Fakultät an. Weitere Schritte sind in Vorbereitung.
Internationales Wirtschaftsrecht
Das Professorenteam des Master-Studiengangs "Internationales Wirtschafts- und Unternehmensrecht" ist international hervorragend aufgestellt und vernetzt. Studienschwerpunkte liegen auf dem Gebiet des chinesischen Wirtschaftsrechts, des europäischen Wirtschaftsrechts und im Bereich des internationalen Managements. Studienergänzend werden regelmäßig Fachsymposien zu aktuellen internationalen Fragestellungen durchgeführt.
Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. phil. habil. Knut Eming
Ansprechpartner für Internationale Kooperationen
Telefon: 06221 88-1107
Email: knut.eming@fh-heidelberg.de












