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Perspektiven

Mittelständische Unternehmen dominieren die deutsche Wirtschaft. In Deutschland haben etwa 2,2 Millionen Unternehmen weniger als 50 Beschäftigte. Diese Unternehmen bilden das Kernstück der deutschen Wirtschaft, das sind in Deutschland 99,7 Prozent aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen mit 38,3 Prozent aller steuerpflichtigen Umsätze (Bundesministerium der Finanzen, 2010).

Auch bei der Zahl der Beschäftigten dominiert der Mittelstand. Insgesamt arbeiten hier mit ca. 21 Millionen mehr als 78 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Mehr als 80 Prozent aller Auszubildenden finden sich in mittelständischen Unternehmen. Mittelständische Unternehmen tragen mit 46,7 Prozent zur Nettwertschöpfung aller Unternehmen bei (Institut für Mittelstandsforschung Bonn, 2007).


Internationalisierung des Mittelstands

Die Öffnung der Märkte innerhalb wie auch außerhalb Europas bietet Unternehmen immer weiter reichende Handlungsspielräume für internationale Aktivitäten. Auch die Unternehmen in Deutschland nutzen diese Chance und engagieren sich in zunehmendem Maße auf ausländischen Märkten. Das Phänomen der Globalisierung wird in der öffentlichen Wahrnehmung allerdings überwiegend mit den Aktivitäten von Großunternehmen verbunden. Vernachlässigt werden darüber häufig die Auswirkungen auf die breite Masse der mittelständigen Unternehmen.

Nach wie vor gibt es zwar einige kleine und mittlere Unternehmen, die in ihren wirtschaftlichen Aktivitäten noch national oder sogar regional orientiert sind. Gleichwohl stellt sich auch für viele dieser Mittelständler die Frage, ob unter den geänderten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer globalisierten Wirtschaft die Erschließung von Auslandsmärkten nicht die existenzsichernde Strategie ist. Dabei ist der Export die dominierende Internationalisierungsstrategie des Mittelstands und zugleich ein bedeutendes wirtschaftliches Standbein. In Deutschland exportieren gut 12 % aller Unternehmen. Fast 98 % der rund 342.000 deutschen Exporteure sind mittelständische Unternehmen.

 

Wirtschaftswissenschaftlicher Nachwuchs für den Mittelstand   

„Betriebswirtschaftler an die Macht“, heißt es in Deutschlands mittelständischen Familienunternehmen mittlerweile. Während früher technisch versierte Ingenieure an der Spitze standen, hat die Nachfolgegeneration heute mehrheitlich Betriebswirtschaft studiert (54 Prozent), so das Ergebnis einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung aus dem Jahr 2010. Vor diesem Hintergrund ist die akademische Qualifizierung von Fach- und Führungsnachwuchs für mittelständische Unternehmen eine sehr passende Aufgabe für eine private Fachhochschule gerade in Baden- Württemberg, einem Bundesland, in dem der Mittelstand präsent ist wie in keinem anderen.

Studiengangsleitung

Prof. Dr. Joachim Gläser
Raum 319

Tel.: 06221 88 14 90
Fax: 06221 88 1010
joachim.glaeser@fh-heidelberg.de

Ansprechpartner

Betriebswirtin (B.A.)
Susanna Propp

Raum 310

Tel.: 06221 88 1471
Fax: 06221 88 1010
susanna.propp@fh-heidelberg.de